SPRACHEN

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Informationen der einzelnen Fachschaften

Englisch

Wie wird im Fach Englisch an der Realschule gearbeitet, was und wie wird gelernt?
Das wesentliche Element eines jeden Englischunterrichts ist die Kommunikation. Wenn unsere Schüler die Realschule am Ende der 10. Klasse verlassen, dann sollten sie in der Lage sein, in Englisch kommunizieren zu können. Dies bedeutet genauer gesagt, dass sie

  • die Hauptpunkte verstehen können, wenn es um vertraute Themen aus Arbeit, Freizeit, Schule usw. geht.
  • die meisten Situationen bewältigen können, denen man auf Reisen im Sprachgebiet begegnet.
  • sich zusammenhängend über vertraute Themen und Interessensgebiete ausdrücken können.

Auf dem Weg zu dieser Kompetenzstufe, das Niveau B1 des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens (GeR), erreichen unsere Schüler Schritt für Schritt diejenigen Kompetenzen, die für die jeweils darüber liegende Grundvoraussetzung sind.

Dies sind im Einzelnen die folgenden Niveaus:

Elementare Sprachverwendung A1 Elementare Sprachverwendung A1 Selbständige Sprachverwendung B1
Kann vertraute, alltägliche Ausdrücke und ganz einfache Sätze verstehen und verwenden, die auf die Befriedigung konkreter Bedürfnisse zielen. Kann sich und andere vorstellen und anderen Leuten Fragen zu ihrer Person stellen – z. B. wo sie wohnen, welche Leute sie kennen oder welche Dinge sie haben – und kann auf Fragen dieser Art Antwort geben. Kann sich auf einfache Art verständigen, wenn die Gesprächspartnerinnen oder Gesprächspartner langsam und deutlich sprechen und bereit sind zu helfen. Kann Sätze und häufig gebrauchte Ausdrüäcke verstehen, die mit Bereichen von ganz unmittelbarer Bedeutung zusammenhängen (z. B. Informationen zur Person und zur Familie, Einkaufen, Arbeit, nähere Umgebung). Kann sich in einfachen, routinemäßigen Situationen verständigen, in denen es um einen einfachen und direkten Austausch von Informationen über vertraute und geläufige Dinge geht. Kann mit einfachen Mitteln die eigene Herkunft und Ausbildung, die direkte Umgebung und Dinge im Zusammenhang mit unmittelbaren Bedürfnissen beschreiben. Kann die Hauptpunkte verstehen, wenn klare Standardsprache verwendet wird und wenn es um vertraute Dinge aus Arbeit, Schule, Freizeit usw. geht. Kann die meisten Situationen bewältigen, denen man auf Reisen im Sprachgebiet begegnet. Kann sich einfach und zusammenhängend über vertraute Themen und persönliche Interessengebiete äußern. Kann über Erfahrungen und Ereignisse berichten, Träume, Hoffnungen und Ziele beschreiben und zu Plänen und Ansichten kurze Begründungen oder Erklärungen geben
Erreicht am Ende von Klasse 6 Erreicht am Ende von Klasse 8 Erreicht am Ende von Klasse 10

Wie aber lernen unsere Schüler nun all dies? Dies erfolgt durch Schulung der funktionalen Kompetenzen, d.h. der kommunikativen Fertigkeiten (1), der Verfügung über die sprachlichen Mittel (2), der interkulturellen Kompetenzen (3) und der Methodenkompetenzen (4). All dies sind aber Begriffe, die einem so erst einmal nichts sagen, deshalb sollen sie an dieser Stelle näher beschrieben werden.

1. Kommunikative Fertigkeiten
Dazu zählen Hör- und Hör-/Sehverstehensaufgaben, Leseverstehensübungen, Sprechanlässe, Schreibübungen und Sprachmittlungsaufgaben (d.h. Bedeutungsübertragung ins Englische oder ins Deutsche).

2. Verfügung über sprachliche Mittel
Dies bedeutet, dass die Schüler ihren Wortschatz erweitern, grammatische Strukturen erlernen, ihre Aussprache schulen und die Rechtschreibung des Englischen erlernen.

3. Interkulturelle Kompetenzen
Im Rahmen der interkulturellen Kompetenzen lernen die Schüler, sich mit ihrer eigenen und mit fremden Kulturen auseinanderzusetzen. Sie lernen u.a. fremde Kulturen kennen und vergleichen sie mit der eigenen. Besonders in diesem Bereich lernen die Schüler offen und tolerant gegenüber Fremden zu werden.

4. Methodenkompetenzen
Hier lernen die Schüler Lernstrategien, z.B. Ergebnisse zu präsentieren und neue Medien zu nutzen. Darüber hinaus lernen sie verschiedene Arbeitstechniken kennen, die ihnen das Lernen erleichtern, die es ihnen ermöglichen, Sinn erfassend unbekannte Texte zu lesen, längere Texte auf Englisch zu schreiben, möglichst Sinn erschließend zuzuhören etc.

Wie werden die Leistungen der Schüler im Fach Englisch an der Realschule bewertet?

1. Die Zeugnisnote setzt sich folgendermaßen zusammen:
50% Mündlich
40% Schriftlich
10% Tests, Unterlagen und Materialien

2. Aufbau der Klassenarbeiten (schriftliche Lernkontrollen):
Im Laufe eines Schuljahres werden sechs Lernkontrollen durchgeführt.
Grundlage für die Arbeit der Realschule Wildeshausen sind die Ausführungen in Kapitel 5 des Kerncurriculums Englisch des Landes Niedersachsen (S. 26ff.) Hervorzuheben sind diese drei Sätze:
„Diese Lernkontrollen überprüfen ausschließlich die funktionalen kommunikativen Kompetenzen des Hör- und Hör-/Sehverstehens, Leseverstehens, Schreibens und der Sprachmittlung.“ (S. 26)
„Bewertet wird grundsätzlich die kommunikative Gesamtleistung. Lexikalische, grammatische, orthografische und ggf. phonologische Teilleistungen haben bei diesem integrativen Bewertungsansatz dienende Funktion und werden in Klassenarbeiten nicht isoliert überprüft und bewertet.“ (S. 27)

3. „Notenschlüssel“
Werden in einer Klassenarbeit alle vier Kompetenzbereiche überprüft, so müssen von den Schülern mindestens 60 % der Gesamtpunktzahl erreicht werden, um die Note ausreichend (4) zu erzielen.
Die überprüfung aller vier Kompetenzbereiche ist nicht in allen Klassenarbeiten möglich (insbesondere in den unteren Klassenstufen). Werden z.B. nur die rezeptiven Kompetenzen (Hör- und Leseverstehen) in den dafür zulässigen Aufgabenformaten überprüft, so müssen die Schüler mindestens 70 % der Gesamtpunktzahl erreichen, um die Note ausreichend (4) zu erzielen.

Ein möglicher Verteilungsschlüssel
für die 60%-Skala wäre:
100% – 90% Note 1
89% – 80% Note 2
79% – 70% Note 3
69% – 60% Note 4
59% – 30% Note 5
29% – 0% Note 6

4. Kompetenz „Sprechen“
In den schriftlichen Lernkontrollen wird die Kompetenz des SPRECHENS, die neben den bereits genannten Kompetenzen gleichwertig ist, nicht berücksichtigt. Im Kerncurriculum Englisch des Landes Niedersachsen heißt es aber: „Grundsätzlich ist zwischen Lern- und Leistungssituationen zu unterscheiden:“ (S. 26) Um diesem Grundsatz Rechnung zu tragen, muss auch beim Sprechen zwischen Lern- und Leistungssituation unterschieden werden.
Die mündliche Leistung eines Schülers kann demnach nur in einer mündlichen Prüfungssituation nachgewiesen werden. Die mündliche Prüfung soll dann eine schriftliche Leistungskontrolle im Laufe eines Schuljahres ersetzen.
Mit solch einer mündlichen Prüfung werden die Schüler ab Klasse 5 konsequent auf die Abschlussprüfungen in Klasse 10 vorbereitet. Darüber hinaus wird die Kompetenz des Sprechens in der Unterrichtspraxis den anderen Kompetenzen gleichgestellt.

Die Prüfungsdauer der mündlichen Prüfungen sieht wie folgt aus:
Klasse 5/6 – Einzelprüfung:5 Minuten; Paarprüfung: 5-7 Minuten
Klasse 7/8 – Paarprüfung: 7-9 Minuten
Klasse 9/10 – Paarprüfung: 15-18 Minuten

Was ist im Fach Englisch an der Realschule Wildeshausen sonst noch besonders?

Neben der bestmöglichen Vorbereitung unserer Schüler auf das sie erwartende Berufsleben nach der 10. Klasse, möchten wir ihnen die Möglichkeit geben, im Fach Englisch eine zusätzliche Qualifikation zu erwerben. Zum einen möchten wir dadurch dem Interesse unserer Schüler am Fach Englisch begegnen, zum anderen bietet es ihnen die Möglichkeit, ihre Bewerbungen aufzuwerten. Aus diesem Grund haben wir, d.h. die Fachkonferenz Englisch der Realschule Wildeshausen, uns dazu entschlossen, unseren Schülern die Möglichkeit zu geben, ein international anerkanntes Sprachzertifikat zu erwerben. Dieses PET-Zertifikat (Preliminary English Test) entspricht dem Englischniveau der Realschule (B1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens). Die Prüfungsaufgaben werden von der Universität Cambridge konzipiert und korrigiert und sind eine wertvolle Ergänzung des Lebenslaufes und Zeugnis der erfolgreichen Bemühungen um das Beherrschen einer Fremdsprache. Weltweit legen derzeit mehrere Millionen Menschen pro Jahr eine Examensprüfung ab, um eines der begehrten Sprachdiplome zu erhalten – Tendenz steigend.
Es bleibt allerdings anzumerken, dass das Ablegen einer solchen Prüfung freiwillig ist und dass dies auch so bleiben wird.

Presse 27.11.2009

 

Französisch

Folgende Unterrichtsmaterialien werden für das Fach benötigt:

– Tous ensemble, Klett Verlag, (ab Band 1): Schülerbuch, Arbeitsheft, Basisgrammatik
– Arbeitsheft, Karteikarten,… nach Absprache
– ab Klasse 7 ein zweisprachiges Wörterbuch
– empfohlen: Schüler – CD

Benotung
Gemäß der Vorgaben für den fremdsprachlichen Unterricht nimmt das Mündliche den
größten Stellenwert ein, fließt also mit 50% in die Gesamtnote ein.
Klassenarbeiten (inklusive einer mündlichen Prüfung pro Jahrgang) machen 40% und kleinere
Lernkontrollen 10% der Gesamtleistung aus.

Bewertung
Um in einer Klassenarbeit die Note AUSREICHEND (4) zu erhalten, müssen mindestens 50 % der Gesamtpunktzahl erreicht werden.

Unterrichtsmethoden
Unterrichtsvorbereitung und – durchführung basiert auf den oben angegebenen Lehrmaterialien.
Zusätzlich ist dieser fremdsprachliche Unterricht u.a. durch Gruppenarbeit gekennzeichnet, in der die SchülerInnen selbständiges sprachliches Vermögen trainieren und einbringen können.
Kleinere Projekte werden oft nur thematisch den SchülerInnen vorgegeben, bei der Wahl ihrer Methoden sind sie im Wesentlichen frei.

Sonstiges
Grundsätzlich gehören Frankreichfahrten zum Lehrprogramm dieses Unterrichts, damit die SchülerInnen die Möglichkeit haben, die erlernte Sprache einzusetzen und die vermittelten landeskundlichen Aspekte hautnah zu erfahren.

Deutsch

Bewertungsmaßstäbe für die Leistungen im Fach Deutsch in den Klassen
5-10

Grundsätzliches
Die Leistungsbewertung im Fach Deutsch erschöpft sich nicht in punktueller Leistungsmessung,
sondern stellt eine kontinuierliche Beobachtung des gesamten Lernprozesses unter Berücksichtigung
der unterschiedlichen Bedingungen jeder einzelnen Schülerin oder jedes einzelnen Schülers dar.
Die Bedingungen des Förderkonzepts der RS-Wildeshausen bei SchülerInnen mit besonderen Schwierigkeiten
beim Lesen und Schreiben (Fördermöglichkeit in Kleinstgruppen, Nachteilsausgleich, Abweichen von den
Zensurenmaßstäben) finden Beachtung.

Lehrwerk
Seit dem Schuljahr 2009/2010 löst das Lehrwerk „Praxis Sprache“ nach und nach das „Deutschbuch“ ab.
Bislang ist es für das 5./6. Schuljahr eingeführt, bis 2011 auch bis zum 9./10. Schuljahr.
Zusätzlich nutzen die SchülerInnen ein Arbeitsheft mit Lern-CD.

Mündlich-fachspezifische und schriftliche Leistungen
Die in den Lernbereichen Sprechen und Schreiben, Texte und Medien und Nachdenken über Sprache erzielten mündlichen/fachspezifischen und schriftlichen Leistungen werden zu gleichen Teilen (50%-50%) in die Gesamtbewertung einbezogen.

Die schriftlichen Leistungen beziehen sich auf 5-7 Klassenarbeiten pro Schuljahr als schriftlich erbrachte und zensierte Leistungen, wie Diktate, Aufsätze, Grammatikarbeiten, Briefe und Protokolle mit Ankündigung.

Die mündlich-fachspezifischen Leistungen können Beteiligung und Mitarbeit im erarbeitenden Unterrichtsgespräch (mit/ohne Aufforderung), insbesondere lautrichtiges, sinnbetontes Sprechen und Lesen, Vortragen auswendig gelernter Texte, Erzählen, Nacherzählen, Berichten, Erörtern, Interpretieren, Kommentieren, Diskutieren, Charakterisieren und Beschreiben sowie darstellendes Spiel und Rollenspiel sein. Auch Wiederholungen von erarbeiteten Unterrichtsinhalten gehören hierher.
Dazu können Vorträge, Referate, Buchvorstellungen, Reden, Mappenführung, Hausaufgaben, Berichtigungen und schriftliche kurze Lernkontrollen kommen, die aber nicht angekündigt sein dürfen. Z.B. kurze schriftliche Tests in den Bereichen Grammatik, Zeichensetzung und Rechtschreibung, kurze Tests zum Lese-, Hör- und Textverständnis (z.B. beim Erzählen, Interpretieren, Erörtern und Protokollieren). Häuslich erbrachte Facharbeiten (Klasse 10) gehören ebenfalls zu diesem Bereich der Leistungen.

Diktatbewertung
Nach einstimmigem Beschluss der Fachkonferenz vom 21.9.2004 gilt verbindlich für alle Klassenstufen folgender Punkteschlüssel für Diktate:
0- 1 Fehler: Note 1;  2- 3 Fehler: Note 2;  4- 7 Fehler: Note 3;  8-12 Fehler: Note 4; 13-19 Fehler: Note 5; ab 20 Fehler: Note 6;
Werden Diktate mit Anwendungsteil geschrieben (z.B. auch Abschreibdiktate mit Anwendungsteil), kann die Bewertung von Diktat und Anwendungsteil unterschiedlich erfolgen. Im Anwendungsteil können Fragen z.B. zu den Bereichen Rechtschreibregeln, Grammatik, Text- und Leseverständnis gestellt werden. Der Fachbereich Deutsch ist bei dieser Frage noch in der Erprobungsphase, in der im Unterricht experimentiert werden kann. Ein Beschluss mit einer Festlegung, wie die Diktat- und Anwendungsteile gewertet werden, erfolgt auf der nächsten Fachkonferenz.

Aufsatzbewertung
Die Bewertung der Aufsätze erfolgt in freier Form so, dass die SchülerInnen durch die Korrektur in ihrem Lernstand weitergebracht werden können. Sie sollen erfahren, wo ihre Stärken und Schwächen liegen. Für formale Schreiben, wie Briefe, Bewerbungen, Facharbeiten und Protokolle kann von den Grundsätzen abgewichen werden.
Die Bereiche der Notengebung sind ansonsten laut Beschluss der Fachkonferenz vom 28.5.08 in den Jahrgängen wie folgt zu gewichten:

Notenbereiche 5./6.Kl. 7./8.Kl 9./10.Kl
Rechtschreibung 10% 10% 10%
Form 10% 10%
Ausdruck 40% 30% 30%
Inhalt 40% 50% 60%

(derzeit, neuer Vorschlag kommt)

Für den 10%-Anteil der Rechtschreibzensur in den Aufsätzen gilt, dass er abhängig von der Wortanzahl ist, die geschrieben wurde. Es wird deshalb ein Quotient ermittelt, und zwar nach der Formel:

Anzahl der Fehler x 100 geteilt durch die Wortanzahl

Die Quotienten-Tabellen für die Klassen 5-10 sehen wie folgt aus:

Klassen 5-8 (Beschluss 28.5.08):
Note 1: 0 – 1,9
Note 2: 2 – 3,9
Note 3: 4 – 5,9
Note 4: 6 – 7,9
Note 5: 8 – 9,9
Note 6: 10 –
Klassen 9 und 10:

Note 1: 0 – 0,1
Note 2: 0,1 – 1,9
Note 3: 2,0 – 3,9
Note 4: 4,0 – 5,9
Note 5: 6,0 – 7,9
Note 6: 8,0 –

Korrekturzeichen in Aufsätzen
Die folgende Liste ist in der Konferenz vom 28.5.08 vorgestellt worden. Sie macht Vorschläge für ein einheitliches Verfahren bei den Korrekturzeichen in Aufsätzen. Wichtig ist, dass die SchülerInnen eindeutig merken, wo der Fehler steckt, und wie er berichtigt werden muss.

R Rechtschreibfehler
Z Zeichenfehler
F Formfehler
I Inhaltsfehler
A Ausdrucksfehler allgemein
ASt Stilfehler
AWo Wortwahlfehler
ABe Bezugsfehler
ASa Satzbaufehler
Azu Wort zuviel
AAu Auslassung
AWi Wiederholungsfehler
GR Grammatikfehler allgemein
AP Person
AK Kasus (Fall)
AM Modus (Aussageweise)
AN Numerus (Zahl)
AT Tempus (Zeitform)
AG Genus (Geschlecht)