SCHULE

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Schulprogramm seit 1999

Wir haben uns auf den Weg gemacht …
Unser Schulprogramm haben wir seit Anfang 1999 im Rahmen unserer Steuergruppe und zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen, dem Personalrat, der Schülervertretung, der Elternvertretung, der Schulleitung und den Fach- u. Gesamtkonferenzen entwickelt. Ausgehend von unserer Leitidee „Kinder stark machen! Lehren, Lernen, Leben“ haben wir zunächst vorbereitet durch eine Schülerbefragung der SV unserer Realschule in Wildeshausen ein fachliches Profil (GSW und AWT) gegeben.
Gute Ideen von innen und außen geformt von konstruktiver Kritik aller Beteiligten ließen aus der Leitidee Leitbilder und Leitgedanken werden, die sich umgesetzt in der Beschreibung unserer Alltagsarbeit und der Darstellung unserer Stärken wiederfanden.

Im Schuljahr 2010/11 fand eine SchiLf zum Thema „Schulprogramm“ statt. Eltern, Schülervertreter und das Kollegium erarbeiteten mit Unterstützung zweier Moderatoren der Landesschulbehörde wesentliche Punkte des neuen Schulprogramms. Das Ergebnis können Sie hier einsehen.

Allgemeine Umsetzung der Leitgedanken

durch zusätzliche Angebote innerhalb des regulären Unterrichts, in der schulischen Erziehung und durch lebendiges Schulleben. Ausgangspunkt ist der „Bildungsauftrag“ im &sect 2 des Niedersächsischen Schulgesetzes.

„Kinder stark machen, Lehren – Lernen -Leben“ wollen wir erreichen durch

  • Angebote innerhalb des regulären Unterrichts
  • Schulische Erziehungsarbeit
  • Lebendiges Schulleben
  • Öffnung der Schule nach außen
  • Schülervertretung
  • Elternvertretung
  • Schulsozialpädagogik
  • Beratungslehrkraft
  • Transparenz

Geschichte der Schule : 1.Teil

Wildeshauser Schülerinnen und Schüler haben es heute einfach: Nach der Grundschule-zwischen 1975 u. 2004 war das die Orientierungsstufe-können sie zwischen allen drei weiterführenden Schulformen wählen-Hauptschule, Realschule und Gymnasium-ohne weitere Schulwege in Kauf nehmen zu müssen als vorher. Das war früher anders!

Wer sich im vorigen Jahrhundert nicht mit dem Bildungsangebot der beiden konfessionellen Wildeshauser Volksschulen begnügen wollte, musste eine höhere Schule in Delmenhorst oder Vechta besuchen. Der Staat wollte den Wildeshausern eine öffentliche höhere Schule nicht genehmigen, da die zu erwartenden Schülerzahlen und die Finanzkraft der Stadt nicht ausreichten.

Genau daran scheiterten denn auch die ersatzweise von Wildeshauser Bürgern gegründeten höheren Privatschulen, drei an der Zahl.

Kurz vor dem 1. Weltkrieg musste wieder eine Privatschule aufgeben, und das trotz besser gewordener Voraussetzungen. Der Stadtrat, allen voran der Ratsherr Heinrich Hoopmann, setzte sich erneut für die Genehmigung einer öffentlichen höheren Schule ein-und hatte endlich Erfolg.

Am 1. Mai 1914 wurde die städtische höhere Bürgerschule feierlich eröffnet. Die Schule musste zunächst mit zwei gemieteten Klassenräumen der aufgelösten Privatschule im Hause des Schuhmachermeisters Günther am Wall und einem weiteren Raum in Zwischenbrücken vorliebnehmen. Aus dem geplanten Schulbau (dort, wo früher der ev. Kindergarten an der Neuen Straße stand) wurde wegen des Krieges nichts. Erst 1925 bekam die Bürgerschule ihr eigenes Haus, und zwar vor dem Huntetor am Marschweg.

Als nach dem 2. Weltkrieg Tausende Flüchtlinge und Vertriebene nach Wildeshausen gekommen waren, wurde 1950 ein Erweiterungsbau nötig. Mitte der 60er Jahre stiegen die Schülerzahlen erneut steil an: Von knapp 200 (1964) auf 460 (1970). An der Pestruper Straße entstand nun ein Neubau, der 1969 bezogen wurde: unser ehemaliges Schulgebäude an der Humboldtstraße.

Bald danach bekam unsere Realschule Nachbarn: 1971 wurde das Gymnasium Wildeshausen eröffnet und erhielt ein Gebäude in unmittelbarer Nähe. Noch näher rückte uns vier Jahre darauf die Hauptschule, als sie die Burgschule der neugeschaffenen Orientierungsstufe überließ und in den Räumen des Gymnasiums und der Realschule unterkam. Diese drei Schulen bildeten bis 2004 das Schulzentrum an der Humboldtstraße.

Außer Schülerzahlen, Gebäuden und Nachbarn hat sich vieles mehr verändert. So wurde die Schule 1939 von der Bürgerschule in Mittelschule umbenannt. Nur zwei Jahre später begann mit der untersten Klasse die Umwandlung in eine nationalsozialistisch geprägte „Hauptschule“ (die mit der heutigen Hauptschule außer dem Namen nichts gemein hatte). Nach dem Kriegsende 1945 wurde das rückgängig gemacht. 1965 bekamen alle niedersächsischen Mittelschulen die Bezeichnung Realschule.

In der ersten Zeit nahm die Bürgerschule ihre Schüler schon mit dem 3. Schuljahr auf und entließ sie, wie die Volksschule, nach dem 8. Schuljahr. Im Unterschied zur Volksschule wurde in der Bürgerschule eine Fremdsprache gelehrt; das war anfangs Französisch und wahlfrei außerdem auch Englisch; seit 1923 ist das umgekehrt. Die Eltern mussten Schulgeld zahlen (bis 1954) und viele Schulböcher anschaffen.

Ab 1923 besuchten nur noch Schüler vom 5. Schuljahr an die Schule. Dafür wurden 1927/28 die Klassen 9 und 10 eingerichtet, so dass 1929 erstmals ein Schüler das Zeugnis der Mittleren Reife erhielt. In neuerer Zeit haben darüber hinaus viele Schüler/innen den Erweiterten Sekundarabschluss I und damit die Berechtigung zum Besuch der Sekundarstufe II erreicht. Wegen der Einrichtung der Orientierungsstufe verlor die Realschule 1975/76 die Schuljahrgänge 5 und 6. (Text aktualisiert)

Walter Schultze, Realschullehrer und Konrektor an der Realschule von April 1966 – Juli 1992

 

Geschichte: 2. Teil

Die Geschichte unserer guten alten Schule ging seitdem munter weiter. Wir konnten 1989 mit einer großen Festwoche das 75. Jubiläum feiern und wurden 2004, im Jahr unseres Umzuges in das Schulgebäude der ehemaligen Orientierungsstufe, ganze 90 Jahre alt.

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Aber der Reihe nach. 1975 wurde der Schulbusbetrieb eingeführt, 1977 gab es die ersten Absolventen mit Erweiterten Sek.I-Abschlüssen, die Partnerschaft mit Evron und 1979 wird der Elternwille freigegeben. Die Realschule hatte in den Folgejahren durch die Einbeziehung der Hauptschule ins Schulzentrum immer unter erheblicher Raumnot zu leiden. Es gab Wanderklassen und in den letzten Jahren vor dem Umzug waren bis zu sieben mobile Klassen auf dem Schulhof aufgebaut. Es gab 1984 die erste Projektwoche und die erste Computer AG. Die Neunziger Jahre brachten uns den freien Samstag, das zweite Praktikum in der Klasse 10 und Spanisch als dritte Fremdsprache. Die Realschule bekam immer mehr Schüler und wurde fünfzögig. Aus den ersten Anfängen der Informatik Mitte der 80iger Jahre entstand nicht nur eine rundum auf EDV umgestellte Verwaltung, sondern auch ein gut ausgestatteter Informatikraum.

2002 schließlich wurde die Realschule Wildeshausen Ganztagsschule, ein Schulsozialpädagoge nahm seine Arbeit auf und 2004 mit der Schulreform Offene Ganztagsschule.

Im Jahr 2006 wurde die bisher größte Schulreform in Niedersachsen vollzogen, die Wiedereingliederung der 5. und 6. Klassen, so dass unsere Schule mit nunmehr rund 800 Schülerinnen und Schülern nach 35 Jahren am Standort Humboldtstraße erneut ein neues Gebäude in Wildeshausen bezog. Das neue Schulgebäude, die ehemalige Orientierungsstufe, wurde für unsere Belange renoviert, umgestaltet und ausgebaut. Räume für Naturwissenschaften, Informatik und ein neuer Verwaltungstrakt entstanden. Eine Mensa für 200 Plätze und ein Freizeitzentrum kamen 2005 hinzu, ebenso der AUsbau eines herrlich großen Musikraumes, der durch seine verschiebbaren großen Glasfenster einen direkten Zugang zum „Adrium“ der Schule hat.

Im Schuljahr 2011/12 lebten alle Schülerinnen und Schüler, Mitarbeiter und das Kollegium auf einer Großbaustelle: Der Ausbau der Pausenhalle und die Neugestaltung des äußeren Pausenbereiches wurden umgesetzt. Durch diesen Ausbau erhielten wir im ersten Stock drei große Gruppenräume, einen AW-Raum und einen Technikraum für unsere Roboter. Im Zuge dieser Umbaumaßnahme wurden die Klassenzimmer und Gänge renoviert, so dass wir ein Schulgebäude besitzen, dass nach heutigen Sicherheitsmaßstäben ausgebaut ist und gleichzeitig hell und freundlich daherkommt (kleinere Restmaßnahmen werden 2014 in Angriff genommen).

Was am 1. Mai 1914 im Privathaus des Schuhmachermeisters Günther auf Betreiben des Wildeshauser Ratsherrn Heinrich Hoopmann mit zwei kleinen Räumen begann, ist zu einer der größten selbstständigen Realschulen im Lande angewachsen.